25 Jahre STUDIO EINS – Bürgerfunkinitiative e.V. in Königswinter – Crowdfunding-Projekt: „Bürger machen Fernsehen!“

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Das Team von Studio Eins - Foto: Studio Eins

Königswinter, 10. Juli 2019 – Die STUDIO EINS – Bürgerfunkinitiative e.V. gewährt den Medienschaffenden der Zukunft erste Einblicke in die journalistische Arbeit. In diesem Jahr feiert der Verein sein 25-jähriges Bestehen, und plant Großes. Gegründet wurde die gemeinnützige Bürgerradiovereinigung am 22. Dezember 1994 von Ralf Backhausen. In dieser Zeit hat Studio Eins weit mehr als tausenden Radiomacherinnen und -machern über eine ehrenamtliche Tätigkeit in ihrer Redaktion den Weg in die Medien bereitet. Diese Zeit erinnert an viele wunderschöne Augenblicke mit vielen Teams und spannenden Themen aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis. Heute leitet Sascha Geibel als Chefredakteur und Vorstandsvorsitzender den Verein. Sein Streben: „Ich führe Studio Eins mit derselben Mentalität weiter, wie es Ralf Backhausen zeitlebens getan hat“.

Jeden Mittwoch ab 21 Uhr strahlt Studio Eins das Radiomagazin „Hier und Jetzt“ im Bürgerradio auf Radio Bonn/Rhein-Sieg aus. Diese wöchentliche Magazinsendung wird von den rund 60 Mitgliedern des Vereins in Königswinter-Oberdollendorf im Rahmen eines Praktikums auf Stundenbasis neben Schule, Studium, Ausbildung oder Beruf produziert. Thematisch geht es um alles, was Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis zu bieten haben: Die angehenden Redakteurinnen und Redakteure sprechen mit und über Menschen, Projekte und Gemeinschaften aus der Umgebung. Jede und Jeder darf das Programm — sogar ohne Vorkenntnisse — mitgestalten. So funktionieren Bürgermedien. „Als gemeinnütziger Verein ist es uns besonders wichtig, dass unserer Hörerschaft das Programm wirklich gefällt. Da wir zum Beispiel keine Werbung schalten dürfen, interessieren uns Einschaltquoten nicht. Daher würden wir auch für eine einizge Person auf Sendung gehen“, so Geibel.

Foto: Studio Eins — Medienschaffende bei der Radioproduktion
Foto: Studio Eins — Medienschaffende bei der Radioproduktion

Während des Jubiläumsjahres wird es zahlreiche Neuerungen im, aber auch außerhalb des Programms geben. „Wir haben uns für dieses Jubiläum bewusst gegen eine große Feier entschieden, um unsere Kapazitäten stattdessen auf neue Projekte zu richten“, erklärt Christian Lorscheid, Finanzwart des Vereins. Erste Neuerungen kündigten sich schon im Frühjahr an, als das Team von Studio Eins den eigenen Webauftritt erneuert hat (studio1online.de). So sind die Beiträge des Bürgerradios inzwischen auch in der landesweiten Mediathek von NRWision zu hören. Doch der Verein hat weit mehr im Sinn.

Die von der Landesanstalt für Medien NRW anerkannte Radiowerkstatt möchte in Zukunft nichtmehr nur den regionalen Hörfunk, sondern parallel dazu auch das Bürgerfernsehen bedienen. Auf der Plattform „all-zesamme.de“, eine Initiative der Volksbank Köln Bonn eG, sammelt der Verein Spenden, mit denen der Ausbau vollzogen werden soll. „Weniger als 1.000 Euro fehlen dem Projekt noch, damit es erfolgreich umgesetzt werden kann“, ergänzt der Finanzwart. Jedem, der dem Verein dabei hilft, das Finanzierungsziel zu erreichen, kann eine Spendenquittung ausgestellt werden. Außerdem revanchiert sich der Verein mit sogenannten „Dankeschöns“ bei der unterstützenden Gemeinschaft. Es gibt zum Beispiel Einladungen zur Einweihungsfeier der künftigen Fernsehredaktion oder die Möglichkeit einer namentlichen Erwähnung auf der Homepage von Studio Eins.

Bei erfolgreichem Abschluss der Kampagne soll der Leitsatz „Studio Eins – Das ist Meins!“ auch im Fernsehen erklingen. Weitere Informationen zur Kampagne „Bürger machen Fernsehen“ finden sich auf all-zesamme.de/buerger-machen-fernsehen.

Das Vereinsjubiläum von Studio Eins zeigt, dass auch in einer für die Bürgermedien politisch schwierigen Zeit Werte wie Heimatnähe, Solidarität, Gemeinschaft und Aufgeschlossenheit nicht an Bedeutung verloren haben. Für die Zukunft ist Großes geplant; um das Bildungsangebot von Studio Eins jedoch ausbauen zu können, benötigt der Verein ein klein wenig Starthilfe.