Bonn – “Er hat mich an der Nase gezogen” – Frau nutzt Pfefferspray – Bundespolizei greift ein

Symbolbild Bundespolizei

Bonn – Am Sonntagnachmittag (16.05.2021) schlichtete die Bundespolizei am Bonner Hauptbahnhof einen Streit, bei dem Reizgas eingesetzt wurde.

Gegen 15:00 Uhr wurde eine Streife der Bundespolizei am Bahnhof Bonn auf einen Streit in unmittelbarerer Nähe des Gleises 1 aufmerksam. Eine Zeugin berichtete, dass eine 44-jährige Bonnerin einem 38-jährigen Letten mehrfach ihr Pfefferspray ins Gesicht gesprüht hatte. Als die Tatverdächtige die Polizisten erkannte, warf sie das Pfefferspray neben sich, welches die Beamten schließlich als Beweismittel sicherstellten. Weiterhin verhielt sie sich unkooperativ und weigerte sich ihren Mund-Nasenschutz zu tragen, sodass die Beamten sie mit zur Dienststelle nehmen mussten.

Dort stellte sie nun selbst Strafanzeige wegen “Körperverletzung”, da ihr späteres Opfer ihr nach eigener Aussage an der Nase gezogen habe. Eine Zeugin und das männliche Opfer hatten die Situation allerdings anders in Erinnerung. Beide sagten unabhängig voneinander aus, dass die 44-jährige und die Zeugin in einer verbalen Auseinandersetzung steckten und der Mann lediglich helfend eingriff. Unmittelbar hätte die Tatverdächtige ihn daraufhin mehrfach mit dem Reizgas angegriffen. Die Bundespolizisten leiteten ein Strafverfahren wegen “Gefährlicher Körperverletzung” gegen die Reizgassprüherin ein.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die Beteiligten von der Dienststelle entlassen.

dbr/ots/bpsta