Bußgelder möglich! – Darf ich beim Fahrradfahren das Handy nutzen?

Radfahrer Handy Frau Mädchen
So sieht es der Gesetzgeber am liebsten. Stop auf dem Fahrrad bei Handynutzung - Symbolfoto PixaBay
Deutschland. „Ein Handy am Steuer kann zu Fahrfehlern und Unfällen führen. Beim Telefonieren, Schreiben und Lesen von Nachrichten können Tempo-, Blick- und Spurverhalten deutlich beeinträchtigt sein.  

Das gilt für Auto- und Radfahrer, aber auch für Fußgänger. Bei den Fahrern kann es zudem zu einer reduzierten Bremsbereitschaft an Hindernissen und Verkehrszeichen kommen. Jeder, egal ob Auto-, E-Scooter- oder Radfahrer, der durch das Handy längere Zeit unkonzentriert ist, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern alle anderen Verkehrsteilnehmer.

Der Fahrer ist nicht nur unaufmerksam, es verlängert sich auch die Reaktionszeit bei einem Hindernis rechtzeitig reagieren und die Situation schnell genug erfassen zu können.

Die Gesetzeslage zur Handynutzung am Steuer

Im Straßenverkehr ist das Telefonieren mit dem Handy am Ohr verboten. Das regelt der Paragraf 23 Absatz 1a der StVO (Straßenverkehrsordnung). Seit der Änderung 2017 darf der Fahrer auch sämtliche andere Funktionen von Mobiltelefonen nicht verwenden. Also keine Nachrichten schreiben oder lesen, Anrufe ablehnen oder einfach nur auf dem Display nach der Uhrzeit schauen. Das gilt für alle elektronischen Geräte, die der Kommunikation, Information oder Organisation dienen zum Beispiel Tablets, E-Books, Navigationsgeräte oder i-Pods. Das Verbot gilt auch für Rad- und Pedelecfahrer.

Bußgelder bei Verstoß gegen das Handyverbot …
  • beim Führen eines Fahrzeugs 100 Euro und 1 Punkt in Flensburg
  • mit Gefährdung 150 Euro und 2 Punkte in Flensburg und 1 Monat Fahrverbotbeim
  • Rad- oder Pedelecfahren (bis 25 km/h) 55 Euro
Das ist während der Fahrt erlaubt

Smartphone und Co. dürfen nur benutzt werden, wenn sie weder aufgenommen noch gehalten werden müssen – sie sich also nicht in der Hand, sondern in einer Halterung oder Tasche befinden. Sie müssen über eine Sprachsteuerung oder Vorlesefunktion verfügen oder der Fahrer darf nur kurz auf das Gerät hin- und vom Verkehrsgeschehen wegblicken soweit es die Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnisse erlauben.

Was „kurz“ bedeutet, dazu macht der Gesetzgeber keine Angaben. Deshalb müssen langfristige Gerichte dies für den Einzelfall bestimmen. Also empfiehlt sich: Kopf hoch! Das Handy kann warten.

dbr