Endspurt: Vier Spiele in acht Tagen – Telekom Baskets

Sonntag, 5.5.2019, 18:00 Uhr: Telekom Baskets Bonn – Science City Jena

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Symbolfoto rsm
Symbolfoto rsm

Bonn – Die Telekom Baskets sind zurück in der Spur. Mit dem 92:86-Erfolg in Braunschweig hat das Team von Cheftrainer Chris O’Shea den aktuell siebten Tabellenplatz vorerst untermauert, will und muss aber im Rennen um die Playoff-Qualifikation nachlegen. Dies soll schon am kommenden Sonntag, den 5.5.2019, gegen die abstiegsbedrohte Mannschaft von Science City Jena passieren – der Hochball im Telekom Dome steigt um 18:00 Uhr.

Auch beim Spiel gegen Frankfurt fahren wieder die kostenlosen BasketsShuttle-Busse vom Bonner Hauptbahnhof zum Telekom Dome und nach dem Spiel wieder zurück. Die erste Fahrt ab Hauptbahnhof startet um 16:15 Uhr, der letzte Bus fährt um 17:40 Uhr. Die Rückfahrten beginnen um 20:00 Uhr und enden um 20:50 Uhr.
Trotz einer Baustellensituation am Hauptbahnhof fahren die Busse ab Haltepunkt D1 und nicht, wie sonst, ab F2.


Telekom Baskets Bonn vs. Science City Jena

Sieben Monate dauert die reguläre Saison in der easyCredit BBL. Sieben Monate, in denen 34 Hauptrundenbegegnungen absolviert werden, um über Wohl (= Playoff-Teilnahme) und Wehe (= Abstieg) der 18 am Spielbetrieb partizipierenden Mannschaften zu entscheiden. Auf den ersten Blick ist das mehr als genug Zeit, um all die anzusetzenden Partien manierlich über die Bühne zu bringen. Doch die vermehrt guten Ergebnisse in den internationalen Wettbewerben führen in der Gegenwart dazu, dass Termine hier und dort verschoben werden müssen und Bonn in acht Tagen satte vier Spiele bestreitet.

Die Formulierung „Schlussspurt der Hauptrunde“ wird ihrem Namen demnach mehr als gerecht. Gleichzeitig ist es für die Truppe von Headcoach Chris O‘Shea auch eine Generalprobe unter verschärften Wettbewerbsbedingungen, wollen die Baskets in den nahenden Playoffs eine gute Rolle spielen – oder diese überhaupt erreichen?! Besonders der Dreierpack mit den Begegnungen in Berlin (8.5.), Würzburg (10.5.) und abschließend daheim gegen München (12.5.) ist mehr als nur eine Bewährungsprobe.

Zahlen lügen nicht. Doch sie können trügerisch sein. Sieben Auswärtsspiele in Serie hat Science City Jena verloren. Zuletzt konnten die Wissenschaftsstädter am 12.2. in Ulm „on the road“ mit 97:90 erfolgreich bestehen. Seither kassierten Julius Jenkins und Co. auf fremdem Turf gleich drei „Hunderter“. Mangelt es den Baskets-Gästen schlichtweg an genügend defensivem Zugriff, oder könnte die offensive Flucht nach vorn ein probater Ansatz sein? Die Wahrheit liegt wahrscheinlich ziemlich genau in der Mitte. Aus diesem Grund wurden mit Reggie Williams (15,9 Punkte, 3,6 Assists) und Ronald Roberts (14,4 Punkte, 6,3 Rebounds) nach dem Jahreswechsel zwei Akteure verpflichtet, die neben ihren basketballerischen Qualitäten vor allem eins mitbringen: Jugendlichen Esprit.

Zugegeben sind Roberts (27 Jahre) und Williams (32) auch schon lange keine Grünschnäbel mehr, doch senkt das Duo den Altersschnitt der „Altherrentruppe“ beachtlich. Zu oft machte sich in dieser Saison bemerkbar, dass altgediente Veteranen wie Julius Jenkins (38), Immanuel McElroy (39) oder Derrick Allen (38) mittlerweile doch im Herbst ihrer Karriere angelangt sind.

Zurück zu den trügerischen Zahlen. Gleich zweifach begegneten Baskets und Jena sich bereits in der laufenden Saison – im regulären Ligabetrieb als auch im Pokal. Einmal zog Bonn unverhofft mit 70:82 den Kürzeren, um sich aber auch mit 89:86 ins Pokal-Halbfinale zu arbeiten. Zwei Warnschüsse, die den heutigen Hausherren ins Gedächtnis gerufen werden sollte, ehe es in den finalen Sprint um die Playoff-Qualifikation geht.

Ein Rennen, mit dem Science City nichts zu tun hat. Vielmehr müssen die Gäste alles in die Waagschale werfen, um noch die Klasse zu halten. Um beim Tabellenletzten neue Kräfte zu mobilisieren, wurde unlängst auf der Kommandobrücke eine Veränderung vorgenommen: Björn Harmsen machte Anfang April selbst den Schritt zurück, woraufhin sein bisheriger Assistent und Trainer der Regionalliga, Marius Linartas, das Ruder übernahm.