Helden der Steinbachtalsperre: “Vier Tage Arbeit fordern ihren Tribut”

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Helden der Steinbachtalsperre: "Vier Tage Arbeit fordern ihren Tribut" NEWS5/Foto glomex

Seit mehreren Tagen arbeiten die Einsatzkräfte kontinuierlich, um einen Dammbruch der Steinbachtalsperre bei Euskirchen zu vermeiden. Ohne die harte Arbeit die die Kameraden vor Ort leisten, wäre das Elend und der Schaden heute noch deutlich größer. Für die Einsatzkräfte schien ein derartiges Szenario im Vorfeld undenkbar. “Wenn man sich darüber Gedanken macht, dann ist das im theoretischen und statistischen Bereich. Jetzt wissen wir aber, dass wir sowas nicht ausschließen können. Das ist jenseits von dem was wir uns vorstellen wollten und konnten”, erklärt Daniel Schwarz, Pressebetreuer der Feuerwehr Euskirchen. Derzeit versuchen die Kräfte vor Ort den Wasserspiegel abzusenken, um den Druck vom Damm zu nehmen. “Aktuell ist es so, dass wir im statischen Bereich sind. Es gibt keine Veränderungen in negativer Hinsicht, eher in positiver Hinsicht. Wir sind jetzt in dem Bereich wo wir sagen können, es ist nicht kritisch. Wir sind da und können sagen der Damm müsste so halten”, so Schwarz weiter. Allerdings muss erst das ganze Wasser abgepumpt werden, bevor tatsächlich eine Entwarnung gegeben werden kann. Deshalb laufen auch weiterhin die Pumpen und bis zu 90.000 Liter Wasser werden aus der Talsperre abgepumpt. Unterdessen zeigen die Drohnenaufnahmen den schwer beschädigten Damm. Welcher Belastung auch die Einsatzkräfte ausgesetzt sind, sieht man am Beispiel von Frank Schmidt. Er ist seit Jahren bei der Feuerwehr, doch dieser Einsatz geht auch ihm Nahe. “Wo ich angekommen bin, bin ich ein bisschen blass geworden, wo ich die Mauer hier gesehen habe”, berichtet Schmidt. Ohne viel Schlaf sind die Helfer pausenlos im Einsatz. Wie sehr das an den Menschen zehrt merkt man auch am Feuerwehrmann. Unter Tränen erklärt er im Interview: “Vier Tage Arbeit fordern ihren Tribut”. Doch noch ist für die Helden der Steinbachtalsperre die Arbeit nicht getan. Am Montag soll entschieden werden, ob die Menschen unterhalb des Bauwerks wieder in ihre Häuser können. Und solange werden die Pumpen auch weiterhin Tag und Nacht laufen.