Polizei und Ordnungsamt schritten erneut gegen Auto-Poserszene in Sankt Augustin ein

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Sankt Augustin – Bereits am Wochenende zwischen dem 13.05.2012 und dem 16.05.2021 wurden der Polizei und dem Ordnungsamt der Stadt Sankt Augustin Ansammlungen der sogenannten Auto-Poserszene an der Marie-Curie-Straße in Sankt Augustin gemeldet. Neben zahlreichen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung durch enge Ansammlungen ohne Schutzmaske der Fahrzeuginsassen, sollten auch Verkehrsverstöße durch maximale Beschleunigungsversuche mit aufheulenden Motoren bei sog. “burnouts” gemeldet.

Darüber hinaus sollte es auch zu Gefährdungen von Fußgängern durch das Drehen von sog. “Donuts” gekommen sein. Reifenabrieb vor Ort auf dem Pflaster zeugte von diesen Aktivitäten. Als zunächst uniformierte Einsatzkräfte der Polizei eintrafen, waren jedoch keinerlei Verstöße gegen Straßenverkehrsbestimmungen feststellbar. Lediglich junge Männer mit hochpreisigen und PS-starken Pkw, u.a. der Marken Mercedes Benz, BMW und Audi waren in hoher Zahl vor Ort. Die offenbar untereinander vernetzte Gruppe der Autobegeisterten suchte sich Ausweichörtlichkeiten.

Auch die Ordnungsbehörde konnte zunächst keine Coronaverstöße, deren Ahndung in deren Zuständigkeit liegt, feststellen. Polizei und Ordnungsamt der Stadt entwickelten daraufhin ein gemeinsames Einsatzkonzept. Beginnend am Abend vom Freitag, 21.05.2021, wurden die Planungen in die Tat umgesetzt. In Absprache mit den Grundstücksinhabern wurden mögliche Treffpunktflächen in Sankt Augustin, im Bereich der Marie-Curie-Straße, abgesperrt. Mitglieder der Szene waren erneut erschienen und fanden keine adäquaten Ansammlungsmöglichkeiten.

Das Ordnungsamt der Stadt Sankt Augustin profitierte darüber hinaus von der modernen Ausstattung der Feuerwehr, die eine neuartige Drohne ihres Equipments vor Ort testete. Diese lieferte aus großer Höhe hochauflösende Bilder des Areals. Dennoch kam es zu Ansammlungen unter Missachtung der gemäß der Coronaschutzverordnung vorgeschriebenen Mindestabstände und der Schutzmaskenpflicht. In der Folge suchten sich die Mitglieder der Szene in kleineren Gruppen neue Örtlichkeiten im Bereich Sankt Augustin, Troisdorf und Siegburg.

Diese wurden jedoch schnell entdeckt und entsprechende Kontrollen durchgeführt. Die Bilanz des Einsatzes: Insgesamt wurden mehr als 300 Personen und Fahrzeuge kontrolliert. In rund 50 Fällen mussten Anzeigen wegen Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung erstattet werden. Die Maßnahmen werden weiter fortgeführt.
dbr/ots/(Ri)