Polizeibilanz zu Karnevalssonntag im Rhein Sieg Kreis – Sehr friedliche Umzüge

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Waffe handschellen
Symbolfoto pb

Rhein-Sieg-Sicher. Die Sonntagszüge (23.02.2020) im Gebiet der Polizei Rhein-Sieg standen zunächst einmal vor Entscheidungen der Verantwortlichen über witterungsbedingte Absagen. Die Gefahrensituation aufgrund amtlicher Sturmwarnungen wurde von Veranstaltern und den Vertretern der Genehmigungsbehörden mit Beratung durch die Polizei sorgfältig geprüft. Eine grundsätzliche Absage alle Züge erfolgte dann nicht. Statt dessen wurde eine individuelle Einschätzung jedes Zuges mit Blick auf Höhenlage, Gefahrenpunkte (Bäume / Freiflächen), der Wagenhöhen und Aufbauten oder der Verwendung von Pferden vorgenommen. Zum Teil wurden Wagen aus dem Zug genommen oder es fielen Entscheidungen gegen die Teilnahme von Pferden. Nur der Zug in Hennef-Söven wurde schließlich abgesagt, ein Ausweichtermin ist für Mai avisiert. Insgesamt fanden 14 Karnevalsumzüge unter polizeilicher Begleitung statt und zehntausende Besucher säumten die Aufzugswege. Witterungsbedingte Unfälle wurden nicht bekannt.

Im Zugverlauf des Wolsdorfer Zugs mussten entlang der Jakobstraße zwei Tannen gefällt werden, deren Standsicherheit kritisch gesehen wurde. Am Troisdorfer Zugweg kam es zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung zwischen einem 39-jährigen Troisdorfer und einem 50-jährigen Siegburger. Der bereits polizeilich bekannte, alkoholisierte 50-Jährige wurde in Gewahrsam genommen und erhielt ein Bereichsbetretungsverbot für die noch ausstehenden Veranstaltungen bis Aschermittwoch. Dem leichtverletzten, ebenfalls alkoholisierten 39-Jährigen wurde ein vorübergehender Platzverweis erteilt, den er schließlich auch befolgte. In Niederkassel kam es auch zu einem handfesten Streit inclusive Beleidigungen und Sachbeschädigungen.

Ein 16-jähriger Niederkasseler, der dort randaliert hatte und einen polizeilichen Platzverweis nicht befolgte, wurde in Gewahrsam genommen und nach Anzeigenaufnahme den Erziehungsberechtigten übergeben. Insgesamt wurden drei Personen in Polizeigewahrsam genommen, zwei Strafverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet und fünf Platzverweise erteilt. Einsatzleiter Thomas Zirngibl war mehr als zufrieden mit dem Einsatzverlauf: “Mein Kompliment an die Jecken. Der Einsatz verlief außergewöhnlich friedlich. Die gewohnt gute Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Veranstaltern, Hilfsdiensten und Polizei hat sich erneut bewährt.”(Ri)