Stadt Bonn setzt weiter aufs richtige Lüften der Klassenräume im Kampf gegen Corona

Heinrich Herz Berufskolleg Bonn
Heinrich Herz Berufskolleg Bonn - Gebäude H - Foto Wikipedia

Das Stoß –und Querlüften ist die wichtigste und wirkungsvollste Maßnahme zur Verbesserung der Luftqualität in Klassenräumen. Bei dieser Position bleibt die Bundesstadt Bonn, wenn ab Montag, 22. Februar 2021, ein Teil der Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen in den Präsenzunterricht an den Schulen zurückkehrt.

An den städtischen Schulen in Bonn werden rund 4.000 Räume für den Unterricht genutzt. In diesen Klassen soll in einem Intervall von 20 Minuten und nach jeder Unterrichtsstunde für fünf Minuten gelüftet werden. Die Fenster sind weit zu öffnen, und nach Möglichkeit soll quergelüftet werden; das heißt, gegenüberliegende Fenster sollen gleichzeitig weit geöffnet werden.

„Die Diskussion um Lüftungsgeräte und Luftreinigungsgeräte wird seit Monaten teils hitzig geführt, und das ist verständlich und nachvollziehbar, denn es geht um nichts Geringeres als um den Schutz der Gesundheit“, sagt Oberbürgermeisterin Katja Dörner. „Die Stadt Bonn hat dazu seit Monaten eine klare Haltung, in der wir uns durch die Wissenschaft immer wieder bestärkt fühlen: Neben allen sonstigen Hygienemaßnahmen hat die Lüftung mit Frischluft oberste Priorität und die nach allen Erkenntnisse größte Wirkung.“

Unterstützt wird die Stadt in ihrer Haltung auch von Professor Martin Exner, früherer Direktor des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit des Universitätsklinikums Bonn, der als Mitglied des städtischen Krisenstabs die Stadt Bonn in der Corona-Pandemie berät: „Die Empfehlung des Bundesumweltamtes ist eindeutig: Vor einer möglichen Ansteckung über die Raumluft schützt am besten frische Luft, da sie nahezu virenfrei ist. Ob die Leistung mobiler Luftreinigungsgeräte, die es mit verschiedenen Technologien gibt, ausreicht, um eine Ansteckung zu verhindern, ist dagegen aktuell nicht sicher. Durch Lüften sinkt außerdem die CO2-Konzentration im Raum, was die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler deutlich erhöht. Aus vielen Daten, die uns inzwischen vorliegen, ist zudem klar erkennbar, dass die klassischen AHA-Regeln, und dabei insbesondere eine dicht sitzende – am besten medizinische – Maske ein hohes Maß an Schutz bieten. Wichtig dabei ist, diese konsequent einzuhalten“, so Exner.

Bereits im Jahr 2020 hat die Stadtverwaltung alle Schulen begangen und geprüft, ob eine ausreichende Lüftung gewährleistet ist. Bis auf vier Räume des Friedrich-List-Berufskollegs, in denen Lüftungsgeräte installiert wurden, ist dies gewährleistet. Darüber hinaus hat die Stadtverwaltung den Schulen im Herbst vergangenen Jahres ein Informationspapier zum corona-gerechten Lüften im Schulalltag zur Verfügung gestellt.

Stichproben-Testverfahren an ausgewählten Grundschulen

Oberbürgermeisterin Katja Dörner kündigte ein Stichproben-Testverfahren an, mit dem sich die Stadt ein Bild davon machen will, wie sich das Infektionsgeschehen nach Wiederaufnahme des Unterrichts in den Grundschulen entwickelt. An diesen Erkenntnissen sollen die weiteren Maßnahmen ausgerichtet werden.

Für das Stichproben-Testverfahren zum Nachweis von SARS-CoV-2 bei Lehrerinnen und Lehrern bzw. Grundschülerinnen und Grundschülern erarbeitet die Stadt zeitnah ein Konzept. Ziel der Stadt ist es, mindestens eine Grundschule je Stadtbezirk mit ins Boot zu holen sowie mindestens eine Förderschule. Weitere Details wird die Stadt in Kürze bekanntgeben.

dbr