Zurück zur Natur: Renaturierung der ehemaligen Teichanlage im Eitorfer Krabachtal

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Schreitbagger im frisch renaturierten Bachbett des Krabachs. Urheber: Rhein-Sieg-Kreis

Rhein-Sieg-Kreis (db) –Nach rund zweieinhalb Jahren steht eine umfangreiche Renaturierungsmaßnahme von Chance7, dem Naturschutzprojekt des Rhein-Sieg-Kreises, jetzt kurz vor dem Abschluss. Eine ehemalige Fischteichanlage im Krabachtal zwischen Eitorf-Wassack und Hennef-Mittelscheid wurde naturnah zurückgebaut.

Der ehemalige Besitzer der Anlage hatte auf einer Länge von rund 200 Metern entlang des Krabachs verschiedene Hütten, Gebäude, Fischteiche, Zäune und betonierte Anzuchtbecken errichtet. Auch der Krabach selbst war begradigt und mit künstlichen Wehren versehen worden.

“Ziel der Renaturierung war es, sämtliche baulichen Anlagen zu entfernen und dem Bach wieder mehr Entwicklungsmöglichkeiten zu geben”, sagt Dr. Christoph Rothenwöhrer, fachlicher Leiter des Naturschutzprojektes. Die Wehre stellten für Fische und andere Bachlebewesen ein Wanderhindernis dar. Zudem wurden die alten Teiche naturnah umgestaltet, um Amphibien wieder einen Lebensraum zu bieten.

Die Arbeiten in dem unwegsamen Gelände mussten mit Spezialgerät durchgeführt werden. Die beauftragte Wasserbaufirma setzte sogenannte “Schreitbagger” ein. Diese “laufen” sozusagen über die zu bearbeitende Fläche. So konnten die alten Teichanlagen entfernt und die Teichbecken naturnah umgestaltet werden. “Spezielle Bedingungen erfordern spezielle Lösungen”, so Dr. Christoph Rothenwöhrer. “Mit den Schreitbaggern konnten wir in dem schwierigen Gelände effizient arbeiten und die Anlage nach ökologischen Zielvorstellungen umgestalten.”

Noch sind die Spuren der Arbeiten auf dem Gelände am Krabach sichtbar. Die Experten von Chance7 gehen allerdings davon aus, dass sich die typischen Pflanzen- und Tierarten aber schnell wieder ansiedeln werden. Dies zeigen die Erfahrungen vergangener Renaturierungsmaßnahmen an anderen ehemaligen Fischteichanlagen.